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Wut und Ärger können Sie am Abnehmen hindern – und an was noch?

Können Sie nicht abnehmen?
Vielleicht gibt es zuviel Wut und Ärger in Ihrem Leben!

Wenn sich trotz intensivem Bemühen und Ernährungsumstellung nichts tut und körperliche Ursachen für Übergewicht von ärztlicher Seite ausgeschlossen sind, gibt es vielleicht emotionale Gründe, warum Sie nicht abnehmen können.

Möglicherweise sind da Bereiche in Ihrem Leben, wo Sie bisher – bewusst oder unbewusst – nicht hinschauen möchten. Weil Sie Angst davor haben, was Sie dort finden könnten. Weil Sie ahnen oder sogar wissen, dass Sie dann etwas ändern müssten. Und weil diese möglichen Veränderungen Sie wiederum unruhig werden lassen. Weil Sie nicht wissen, was auf Sie zukommt. Oder weil Sie sich nicht vorstellen können, dass es Ihnen danach besser geht.

Verschiedene Emotionen sind erfahrungsgemäß oft mit zuviel Essen und daraus folgendem Übergewicht verbunden. Spüren Sie mal in sich hinein und fragen sich, welcher Bereich es sein könnte.

  1. Wut und Ärger
  2. Scham, Schuldgefühle und Gewissensbisse
  3. Ängste und Beunruhigung

In meinem heutigen BLOG-Artikel geht es um Umgang mit

  1. Wut und Ärger

Worüber ärgern Sie sich regelmäßig oder sogar ständig?
Was geht Ihnen auf den Wecker?
Auf wen sind Sie oft wütend?
Auf jemand anderen (den Partner/die Partnerin, die Kinder, den Nachbarn, den Chef)?
Oder gar auf sich selbst? Weshalb genau?

1. Grenzen Sie Ihren Ärger ein. Machen Sie sich eine Liste über die Punkte, mit denen Sie unzufrieden sind.

2. Und dann nehmen Sie sich Punkt für Punkt vor. Gehen Sie gedanklich in die Situation hinein. Stellen Sie sich vor, was Sie stattdessen lieber hätten. Was müsste dafür gegeben sein?

3. Fragen Sie sich zunächst, ob die Sache Ihnen wirklich so wichtig ist. Treten Sie einen Schritt zurück und betrachten das Ganze einmal von außen. Manchmal hilft es, einfach mal „Fünfe gerade sein zu lassen“.

Oder die eigene Bewertung zu hinterfragen:
Ist die Situation wirklich so, wie Sie bisher dachten? Oder haben Sie sich ein wenig hineingesteigert?
Wie könnten Sie sonst noch reagieren statt mit Ärger?
Wenn Sie sich wirklich ganz sicher im Recht fühlen und es sich lohnt, ärgerlich zu sein, gehen Sie zum nächsten Schritt über.

4. Ärgern Sie sich über sich selbst? Worüber genau?
Würden Sie gerne ein Verhalten ändern, schaffen es aber nicht?
Fehlt Ihnen die Motivation?
Oder können Sie nicht gut „nein“ sagen? Lassen Sie sich ausnutzen?

Stellen Sie sich vor, wie es wäre, wenn Sie Ihre Blockade abgelegt hätten und sich genau so verhalten würden, wie Sie es sich wünschen. Was bräuchten Sie dafür? Wer oder was könnte Ihnen helfen?

5. Wer ist sonst noch involviert?
Sollte der oder die sich Ihrer Ansicht nach anders verhalten? Was sollte er genau tun?
Versuchen Sie doch mal, sich in die Denkweise des anderen zu versetzen.
Wie sieht es von seiner Seite aus?
Welche Gründe/Vorteile hat es für ihn, sich so zu verhalten? Ist es für ihn wichtig?
Vielleicht verstehen Sie jetzt sein Verhalten besser und empfinden es gar nicht mehr so schlimm.

Falls nicht, wird meckern oder einen Streit vom Zaun brechen nichts bringen. War das möglicherweise bisher Ihre Strategie? Sie könnten ihn stattdessen in einer ruhigen Minute um ein anderes Verhalten bitten oder den Wunsch äußern. Zwingen können Sie ihn nicht und wenn er nicht will, dann haben Sie Pech.

Ist die Kommunikation mit Partner oder Kindern das Problem, können Sie bestimmte Techniken lernen, mit denen es möglich ist, Bedürfnisse klar zu äußern, sodass sie von anderen verstanden und eher erfüllt werden. Und was könnten Sie selbst noch tun, um mehr Harmonie in Ihre Beziehungen zu bringen?

Machen Sie sich frei

Wenn die Fronten schon sehr verhärtet sind und Sie keine Aussicht auf Besserung sehen, kommt schlimmstenfalls die Trennung in Frage von Menschen, die Ihnen nicht gut tun und die nicht (mehr) auf einer Wellenlänge mit Ihnen sind. Zugegeben, das ist radikal und auch nicht immer so einfach möglich.

Viele Menschen leben in unbefriedigenden Situationen oder Partnerschaften. Aus den verschiedensten Gründen sind sie nicht bereit oder im Stande, sich daraus zu befreien: aus finanziellen, emotionalen oder praktischen. Manchmal ist es auch Bequemlichkeit. Oder die eigenen Einstellungen und Überzeugungen. Manche hätten alle Möglichkeiten, allein es fehlt ihnen der Mut…. Eine Trennung sollte sicher erst als letzte Möglichkeit in Betracht gezogen werden – aber manchmal ist es der beste Weg.

In meiner Praxis hatte ich schon öfter Klienten, die sich ihre Unzufriedenheit nicht eingestehen wollten und Angst vor Veränderung hatten. Und die sich mit unterschiedlichen ungeeigneten Mitteln „entschädigten“: essen, rauchen, Medikamente, Alkohol, Kaufsucht, sogar körperliche Symptome, wie z. B. Schmerzen oder Schwindel.

Sicher kennen Sie den Spruch: Love it, change it or leave it!

Wenn Sie sich hier wiedererkannt haben, aber mit Hilfe dieser Tipps allein nicht weiterkommen, gönnen Sie sich ein paar Coaching-Sitzungen bei mir. Sie werden mehr Klarheit gewinnen und Ihre Situation mit anderen Augen sehen. Sie können Ihre Einstellung verändern, Kommunikationstechniken erlernen, Stress abbauen, Ressourcen finden und neue Möglichkeiten erkennen oder auch Mut und Zuversicht entwickeln, um Ihre Situation zu ändern. Je nachdem, was Sie möchten.

Herzlichst, Henriette Kern-Schuh

PS: Über die beiden anderen Bereiche, die Sie vom Abnehmen abhalten könnten, schreibe ich in den nächsten Tagen.

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